Das Josefshaus wurde 1895 vom Katholischen Gesellenverein an der Ecke Sedan/Asylstraße erbaut. In alter Zeit hatte sich hier die Niklas-Vorstadt befunden, sogenannt nach einem Kirchlein, daß dem Hl. Nikolaus geweiht war.
Schon 1457 hören wir erstmals von diesem Gotteshaus, seine Erbauung geschah aber sicherlich schon viel früher. Nur der Name Nikolaistraße zeugt heute noch davon, daß da das Gebäude schon vor 1550 abgebrochen wurde.
Bereits im Jahr 1900 wurde das Josefshaus vom Baumeister Gormen aus Landshut um einen Saal erweitert.
Am 1. April 1934 ging um 17.000 Reichsmark aus dem Besitz des Kath. Gesellenvereins, in das Eigentum der Kirchengemeinde St. Josef über.
Am 07. Januar 1933 fand eine große Versammlung der Katholiken im Josefshaus statt, um über finanzielle Fragen bezüglich eines Umbaues des Hauses zu beraten, dessen Notwendigkeit vor allem Stadtpfarrer Fleischmann und Bürgermeister Probst betonten. Architekt Winkler aus München legte dazu einen Planentwurf vor.
Im Jahre 1935 wurde dann das Josefshaus zu einer modernen Gaststätte umgebaut. Im Erdgeschoß entstanden neue Wirtschaftsräume und im Kellergeschoß eine nach damaligen Maßstäben ganz modern eingerichtete Küche. Voller Stolz berichtete man von den zuverlässigen Kühlanlagen, mit denen die Küche ausgestattet sei und das sie durch Aufzüge mit allen Wirtschaftsräumen in sämtlichen Stockwerken verbunden sei. Im Kellergeschoß wurden auch noch ein Spülraum, verschiedene Lagerräume und Keller und Heizungsanlagen eingerichtet.
Gelobt wurde vor allem das große Gastzimmer im Erdgeschoß mit einer gefälligen Erkernische, die dunkel gebeizte Kassettendecke und die Wandverkleidung geben diesem Raum eine wohltuende Behaglichkeit und Wärme, so wurde den Weidnern Anno 1935 das Josefshaus angepriesen. Begeistert war man auch von dem ganz neuen elektrisch - gekühltem Büffet mit Kohlensäureschenkung und Kellerleitung. Im ersten Stockwerk war der kleine Saal untergebracht, geräumig, freundlich und mit einer prächtig Strukturierten Kassettendecke. Der große Saal wurde bei dieser Maßnahme im alten Zustand gelassen, er erhält lediglich neue Tünche. Der Umbau war im Dezember 1935 vollendet und kostete 75.000 Reichsmark.
Pächter war damals der Gastwirt Karl Heilmann, der spätere Weidner Oberbürgermeister, der eigentlich gelernter Steinmetz war. Er lenkte bis 1937 die Geschichte des Josefshauses. In den Jahren 1958 und 1959 erbaute die Kolpingfamilie Weiden unter Präses Hörmann den neuen großen Saal des Josefshauses mit Eingangshalle, Nebenräumen und einem Bühnenhaus. Bei der Planung wurde der spätere Einbau einer Bühne mit berücksichtigt, der 1976 erfolgte.
1996 ging das Josefshaus in Besitz der Familie Rippl über. Dies ermöglichte den Fortbestand und den Erhalt der Tradition des Josefshauses bis zum heutigen Tag. Die Weidener Bürger sowie die Bewohner der benachbarten Landkreise verbinden mit diesem Haus Erinnerungen an glanzvolle Feste, heitere Faschings- & Discoveranstaltungen sowie qualitätsvolle Musik- und Theateraufführungen. |